Rezension: Der magische Stein

Rezension: Der magische Stein

Buchinfos:

Autor: R. A. Salvatore
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet


Band 7+8 der "Vergessenen Welten"
Preis TB: 12,00€
Preis eBook: 9,99€

Hier zu kaufen/ Leseprobe:
Klappentext

Der Halbling Regis befindet sich in der Gewalt des Meisterassassinen Artemis Entreri, der ihn in die Stadt Calimshan verschleppt, um ihn dem dortigen König der Unterwelt auszuliefern. Doch Entreri hat auch ein persönliches Interesse an dem Halbling. Denn mit ihm als Druckmittel wird es ihm endlich gelingen, den Dunkelelf Drizzt Do‘Urden zu einem Duell zu zwingen und so endlich die Frage zu klären, die ihm auf der Seele brennt: Welcher der beiden Kämpfer ist der beste der Welt?

Meine Geschichte zum Buch:

Als ich vor langer Zeit in der Buchhandlung den Autorennamen SALVATORE entdeckte, kaufte ich mir das Buch Niewinter I.
Was ich nicht wusste, war, dass es ungefähr der 20. Teil der Reihe um den Dunkelelfen Drizzt Do'Urden war :D 
Da mich aber die Geschichte interessierte, begann ich ganz von vorn. Es liegt noch ein weiter Weg bis Niewinter vor mir, aber ich arbeite mich ran.

Cover
Das Cover zeigt Drizzt, erkennbar an Haar und Haut, wie er gegen ein "Gereliss" kämpft. Im Hintergrund erkennt man Wulfgar, einen Barbaren und ein Gefährte Drizzts, wie er ebenfalls kämpft. Die gezeigte Szene kommt erst sehr spät im Buch vor.
Das Cover ist für diese Reihe typisch, ich finde's also ganz gut :-)


Diese Rezension enthält Spoiler, auch zu den Vorgängern.

Meinung
Inhalt
Dieser Teil schließt wieder direkt an den Vorgänger an. 
Der Halbling Regis wurde von dem Meuchelmörder Artemis Entreri entführt, nachdem Drizzt, Wulfgar, Catti-Brie, Regis und Bruenor versucht haben, die uralten Mithril-Hallen zurück zu erobern.
Bruenor starb in dem Kampf mit einem Drachen, und Drizzt, Wulfgar und Catti-Brie konnten noch aus den unterirdischen Hallen fliehen. Nun verfolgen Drizzt und Wulfgar Entreri um den Halbling zu befreien, und Catti-Brie versammelt eine Armee, um zurückzukehren und ihren Ziehvater Bruenor zu rächen.
Es gab wieder tolle Kampfszenen, vor allem die Seeschlacht hat mir sehr gut gefallen. 
Wieder gab es eine große Auswahl an übernatürlichen Kreaturen, abgesehen von den üblichen, wie Zwerge, Dunkel/Lichtelfen, Halblinge, Goblins etc., nämlich: Todesfeen, Hydras(Hydren?:D), Werratten, Gerelisse, Rieseneunuchen und Riesenspinnen.
Der Showdown war relativ lang, und sehr spannend, hier gab es sehr viele Aspekte, viele unterschiedliche Kämpfe; auf verschiedenen Ebenen/Dimensionen, mit "Werratten" (Wie Werwolf, nur halt als Ratte), mit einer Hydra, sowie ein sehr fesselnder Kampf zwischen Drizzt und seinem "Erz-Rivalen" Entreri.
Was ich sehr schade fand, ist, dass die Zurückeroberung von Mithril-Halle innerhalb von 7 Seiten im Nachwort erwähnt wurde. Ich kann immer noch nicht fassen, dass der Autor die Eroberung von Mithril-Halle nur schnell erwähnt hat. Dabei hätte man bestimmt mit diesen Kämpfen ein halbes Buch schreiben können! Ich hatte mich schon so darauf gefreut, wieder in das unterirdische Reich zu kommen, und die Schlachten dort unten mit zu erleben.
Das fand ich wirklich richtig doof.

Schreibstil
Der Schreibstil ist wieder aus der 3. Perspektive von allerlei Personen geschrieben, oftmals natürlich von Drizzt und seinen Gefährten. Doch es gab wie immer auch Sequenzen von wichtigen Nebencharakteren, sodass man als Leser meist mehr weiß, als Drizzt und Co.
Ein bisschen habe ich die Monologe von Drizzt vermisst. Es gab sonst immer als Einleitung zu einem neuen Teil des Buches einen Brief von Drizzt über Moral, seine Erfahrungen etc., in diesem Band nicht einmal :/
Sonst war es aber spannend geschrieben wie immer, es war auch interessant neue Städte kennen zu lernen, und wie die Gefährten damit umgehen. Allerdings finde ich es immer noch leicht problematisch, dass es eine sehr "heroische" Fantasy ist. Wenig Humor, wenig Anzüglichkeit, wenig Liebe, sondern sehr auf Mission und Moral gemünzt. Dies zieht sich durch alle Bände durch, aber ich denke, dass sich das halt auf Drizzt's Persönlichkeit spiegelt. Ihm widerfährt wenig Liebe, eher Freundschaft, und vor allem wenig Komisches, er hat halt ein sehr abenteuerreiches und kameradschaftliches Leben.

Charaktere
Wie gesagt, fehlten mir die inneren Eindrücke von Drizzt sehr, sodass man teilweise nicht wirklich in ihn hineinsehen kann. Man spürt, dass durch Entreri sich sein gewöhnliches Verhalten verändert, zum Beispiel hat er einmal ernsthaft überlegt, Entreri nachzujagen anstatt seinen Freunden in Not zu helfen. Ich hoffe, dass es in den Folgebänden wieder Monologe von ihm gibt, dann kann ich wieder besser mit ihm fühlen.
Sonst sind Bruenor, ja er ist nicht gestorben :D, Wulfgar und Catti-Brie sich ziemlich ähnlich geblieben. Die Romanze zwischen Wulfgar und Catti-Brie ist ziemlich süß, und es kam manchmal sogar endlich mal Humor auf :D
Und die Gruppe behält ihre gewohnte Dynamik, welche Spaß macht zu lesen. Auch ist es sehr schön, wie oft man merkt, dass sie sich alle blind vertrauen.

Fazit: Ein toller Nachfolgeband, mit vielen Kämpfen und Abenteuern. Gewohnter Stil, doch leider vermisste ich die Monologe von Drizzt. Auch fand ich es sehr doof, dass die Zurückeroberung von Mithril-Halle nur sporadisch erwähnt wurde. Trotz allem ist es ein schöner Abschluss der "Vergessenen Welten" Saga, und ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer von Drizzt und Co.

Sehr gute 3,5 Sterne von 5

Eure Anna

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