Rezension: Alles so leicht

Rezension: Alles so leicht 


Alles so leicht
Quelle: Verlag

Buchinfos:

Autorin: Meg Hatson
Seitenzahl: 320
Verlag: Thienemann-Esslinger

Einzelband

Preis Hardcover: 19,99€
Preis eBook: 15,99€

Hier zu kaufen/ Leseprobe:



Klappentext

Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan. Ehrlich bis zur Schmerzgrenze, mitfühlend und hoffnungsvoll erzählt.

Meine Geschichte zum Buch:

Das Buch ist mein erster Gewinn von vorablesen.de. Vielen Dank für dieses bezaubernde Buch!
Ich muss sagen, dass dieses Buch mich so überrascht hat. 
Unbedingte Leseempfehlung! 

Cover
Ich finde die Gestaltung sehr schön. Eine angenehme Farbgebung und irgendwie passt das Bild sehr gut zur Geschichte.

Meinung
Idee/Handlung
Es geht um Stephanie, Stevie, die vermeintlich magersüchtig ist. Später erfährt man, dass sie eher an Bulimie erkrankt ist.
Sie wird gegen ihren Willen von ihrer Familie eingewiesen, und man erlebt ihre Zeit dort aus ihren Augen.
Ihre Klinik steht mitten in einer Wüste, weit von der nächsten Stadt entfernt und kam mir ein bisschen wie eine Ranch vor. Die Klinik besteht aus einer Villa, in der Stevie und die restlichen Patienten ihre Zeit verbringen und Bungalows, in denen immer 4 Mädchen schlafen. Auch gibt es dort Pferde.
Also die Geschichte beginnt praktisch am ersten Tag der Behandlung, als man aus Stevies Sicht miterlebt wie sie gegen ihren Willen eingewiesen wird. Schnell lernt man Anna, die SeelenKlempnerin von Stephie kennen. Sie nennt sie immer SK.
Man lernt das Gelände kennen, sowie die Zimmergenossinen. Ashley, eine Bulimikerin, Cate, eine spindeldürre Magersüchtige mit einer Nasensonde und Teagan, ebenfalls Bulimikerin.
Man geht wirklich mit Stevie durch ihre Behandlung und trägt ihre Geheimnisse mit sich herum, ich fühlte mich die ganze Zeit so, als wäre ich die Patientin. 
Auch fühlt man total mit den Anderen mit, ihre Schicksale können teils echt fertig machen, jede trägt Geheimnisse verborgen.
Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass es auch durchaus spannend ist und vor allem das Ende mich umgehauen hat.
Auch könnte man bei der Seitenzahl keine so umfangreiche Geschichte erwarten. Das stimmt überhaupt nicht.
Das ganze Buch ergreift einen so stark, ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Obwohl die Geschichte eigentlich klein ist, ist sie gleichzeitig so groß, dass ich dachte ein 1000 Seiten Wälzer gelesen zu haben. Und das nicht im negativen Sinne.
Die ganzen Empfindungen, Gefühle und ja ... alles, machen diese Geschichte so umfangreich und ich glaube, dieses Buch werde ich nicht vergessen. Ich finde, dieses Buch sollte man als Schullektüre einsetzen lassen, denn es vermittelt richtige Werte und hinterlässt einen bleibenden Eindruck!

Schreibstil
Der Schreibstil ist soo schön! Das Buch ähnelt ein wenig einem tagebuch, die Kapitel beginnen mit dem x. Tag der Therapie und der Uhrzeit, wann geschrieben wuirde. Es ist aus Stevies Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, und so konnte man sich natürlich 1A in sie hineinversetzen. 
Teils finde ich die Sprache echt poetisch, mit tollen Metaphern, und trotzdem bleibt sie jugendlich. Sogar Humor kommt bei dem ernsten Thema nicht zu kurz, was ich echt super finde.
Die Autorin vermittelt Stevies Geschichte so genial, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Innerhalb von 2 Tagen war es dann auch durch, es ist also auch noch ein Pageturner vom Feinsten! Und irgendwie hat es auch Spaß gebracht dieses Buch zu lesen, es ist einfach ein gutes Buch.

Charaktere
Stevie, die 17-jährige Protagonistin, war mir sehr sympathisch. Sie hat eine schwierige Vorgeschichte, die sie in diese Krankheit gedrängt hat. Man merkt, wie sehr sie sich und ihre Einstellung verändert, und es ist echt spannend diese Wandlung mit ihr zu durchleben.
Anna, auch SK genannt, fand ich echt toll. Sie ist eine leicht verplante, rothaarige Therapeutin, die ich echt in mein Herz geschlossen habe. 
Ashley, Stevies Zimmergenossin, ist auch so ein Herzmensch. Sie lässt sich nicht bvon Stevie's anfangs abweisendem Verhalten abschrecken und lässt sich auch nicht unterkriegen. Auch sie hat eine furchtbare Geschichte, bei der einem echt übel wird...

Die übrigen Nebencharaktere wie Cate, Teagan, vlt. später noch Rain, haben die Geschichte super ergänzt und der Story noch zusätzliches Leben eingehaucht.

Fazit: Ein unglaublich berührendes Buch, welches einen einfach mitreißt. Es hat mich sehr überrascht, durch ganz sympathische Charaktere und den Humor trotz des Themas.
Bitte lest dieses Buch! Ich kann es nur jedem empfehlen.

Volle 5 von 5 Sternen


Anna

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