Rezension: Die Fäden der Zeit

Rezension: Die Fäden der Zeit


Quelle: blanvalet

 Buchinfos:

Autorin: Lori M. Lee
Seitenzahl: 380
Verlag: blanvalet

1. Band 

Preis TB: 9,99€
Preis eBook: 8,99€

Hier zu kaufen/ Leseprobe:


Klappentext

Das Labyrinth, wie die Bewohner die Slums von Ninurta bezeichnen, ist düster und steckt voller Geheimnisse. Eines davon hütet die 17-jährige Kai - sie kann die Fäden der Zeit sehen und manipulieren. Gemeinsam mit ihrem Bruder Reev lebt sie daher unauffällig, mit dem Ziel, eines Tages das Elend des Labyrinths hinter sich zu lassen. Doch dann verschwindet Reev. Zusammen mit Avan, ihrem einzigen Freund, setzt Kai alles daran, ihren Bruder zu finden. Selbst wenn sie dafür ihr Geheimnis aufs Spiel setzen und die schützenden Mauern der Stadt hinter sich lassen muss...

Meine Geschichte zum Buch:

Alleine durch dieses Cover, neben dem tollen Titel, habe ich mir das Buch näher angeschaut, und muss sagen:
Mir gefiel, was ich las.
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für dieses schöne Buch.

Cover
Ein Traum. Ich finde die Farben sehr schön, und es passt perfekt zum Buch. Dank dem Cover hatte ich auch genau vor Augen, wie es aussah, wenn Kai an den Fäden der Zeit zog ;-)

Meinung
Idee/Handlung
Die Geschichte spielt in einer Mischung aus einer dystopischen und fantastischen Welt. Es gibt die ummauerte Stadt Ninurta, und außenherum nur Ödnis, bzw. das Nichts.
Die Stadt hat mit typischen Problemen zu kämpfen, doch gleichzeitig gibt es noch Fantasy-Aspekte, z. B. die Energiesteine, die Grautiere und die Vorgeschichte. Und natürlich noch Kai, die Protagonistin.
Sie kann nämlich die Zeit manipulieren, und niemand weiß, warum. Eines Tages wird ihr Bruder Reev, der sie mit 8 adoptierte, entführt, und Kai macht sich auf die Suche nach ihm, mit ihrem Freund Avan.
Also erstmal finde ich die Idee echt gut. Die Vorgeschichte ist plausibel, und Kais Fähigkeiten sind auch sehr gut dargestellt worden. Das Cover hat mir die Verbildlichung auch abgenommen^^.
Die Handlung fand ich sehr spannend, man wird nicht sofort hinein geworfen, sondern wird erstmal in den Alltag eingeführt, sodass man einfach auch ein besseres Gefühl für die Charaktere bekommt.
Ab der Entführung empfand ich den Spannungsbogen als vielleicht sogar schon perfekt. Es gibt immer wieder kleinere Ruhephasen, aber an sich ist die Spannung nur gestiegen.
Dies lag teils auch an der nicht zu verachtenden Menge an Action, diese kommt durch alles Mögliche zustande, aber vor allem durch die Gargoyles, Bestien, die außerhalb der Stadt leben.
Gefallen hat mir auch die Liebesbeziehung. Ich fand sie schön, und sie hat dem Buch mehr Vielfalt gegeben und runder gemacht.
Das Ende war so gar nicht meins. Bis zu einem gewissen Punkt äußerst spannend, doch dann nur sehr verwirrend. Als auf einmal Götter mit anderen Wesen verknüpft waren, war ich etwas benommen. Es kam für mich auch sehr plötzlich, und um noch eins drauf zu setzen, kamen gleich noch zwei ... Überraschungsschläge.
Auch dass das Ende so offen ist und dann ohne großartig weiter zu erklären, hat mir nicht gefallen.
-> Eine tolle Idee, spannende Handlung, nur leider mit misslungenem Ende

Schreibstil
Es wird aus der Ich-Perspektive von Kai erzählt. Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen, nur er war für mich nichts Besonderes, hatte nichts Kennzeichnendes.
Dennoch habe ich das Buch sehr schnell gelesen, was bestimmt auch an den angenehm kurzen Kapiteln lag.
Die Action-Szenen wurden gut beschrieben, aber am Besten hat mir die Beschreibung von Kais Fähigkeiten gefallen. Sehr anschaulich.
Ich kann also nicht wirklich meckern :)

Charaktere
Kai. Erstmal, was für ein Name. Im Englischen bestimmt super, aber im Deutschen für ein Mädchen etwas gewöhnungsbedürftig.
Ich mochte sie sehr gern leiden. Sie ist ziemlich schlagfertig und mutig, auch wenn ich ihre kämpferischen Fähigkeiten dem nicht grad angemessen fand. Sie hat keine Erinnerung an ihre ersten Lebensjahre, und wirkte teils dadurch etwas verloren, was man ja verstehen kann. 
Ihr Charakter hat mir gut gefallen, ganz nach dem Motto: Harte Schale, weicher Kern. Dies spürt man vor allem dann, wenn es um ihren Bruder Reev oder um Avan geht.
Avan, ein regelrechter Traumtyp. Er hatte wohl eine schwierige Vergangenheit, und steckt auch nach dem Buch noch voller Geheimnisse.
Man spürt seine Zuneigung zu Kai, wie liebevoll er zu ihr ist und auf sie aufpasst. 
Reev, ihren großen Bruder, habe ich gern gemocht. Man lernt ihn jetzt nicht soo genau kennen, kann sich aber durchaus einen Eindruck von ihm machen. Er ist beschützerhaft und liebt seine Schwester, und würde alles für sie tun.

Viele Nebencharaktere gab es nicht, eigentlich nur Mason, und vlt. noch Greene und Tariza. Mason ist auch ein Schnuckel mit schwieriger Geschichte, und die anderen beiden wurden nur kurz angerissen.
Dafür gab es aber einen Haufen vermeintlicher und unvermeintlichen Antagonisten, die gut zur Geschichte passten.

Fazit: Eine gelungene Mischung aus Fantasy, Dystopie und Jugendbuch. Eine interessante Story und eine Liebe zum Dahinschmelzen, doch leider, leider fehlte mir das gewisse Extra. Ich habe das Buch dennoch gern gelesen und freue mich auf die Fortsetzung.

4 von 5 Sternen


Anna

1 Kommentar:

  1. Hey Anna,
    ja da sind wir uns ( mal wieder^^ ) einig. Das Gewisse Extra hat gefehlt.
    Die Sache mit den Götter fand ich auch etwas verwirrend, da habe ich eine Zeit lang den Überblick verloren^^
    Ich freue mich aber auch trotzdem auf die Fortsetzung.
    Lg
    Tanja

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