Rezension: Kascha Nord-Nordost

Rezension: Kascha Nord-Nordost


Buchinfos

Autorin: Anne C. Voohoeve
Seitenzahl: 320
Verlag: Ravensburger

Preis gebunden: 16,99€
Preis eBook: 12,99€

Hier zu kaufen/ Leseprobe:

Klappentext

Als Kascha mit ihrer Familie aus Süddeutschland in ein Dorf im Norden zieht, hofft sie, dort eine Freundin zu finden. Doch die Dorfbewohner meiden die Sinti-Familie. Sogar Kaschas Cousine Bettina, deren Vater ein Sinto ist, schämt sich für die Verwandtschaft mit ihr. Doch als ein Schneesturm das Dorf von der Außenwelt abschneidet, bleibt nichts, wie es war: Nur wenn alle Nachbarn zusammenhalten, haben sie eine Chance.

Meine Geschichte zum Buch

Das Buch habe ich durch eine Leserunde auf LovelyBooks erhalten.
Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag & an LovelyBooks :-)

Cover

Das Cover finde ich persönlich nicht so schön, klar soll es auf die Schneekatastrophe hinweisen, aber man erkennt sonst weder einen Zusammenhang zu den Sinti noch hätte es mich in der Buchhandlung aufmerksam gemacht, da es unscheinbar ist.

Diese Rezension kann Spoiler enthalten.

Meinung
Inhalt
Es geht um eine Sinti(Zigeuner-)familie, die nach den Ermordungen an 3 Frauen aus Süddeutschland nach Norddeutschland zieht. Das Buch spielt in den Jahren 1987/88, in der Zeit, wo in Deutschland 2 schwere Schneekatastrophen stattfanden. 
Kascha, die 11-jährige Protagonistin, und ihre Familie werden seit sie vor 3 Jahren in ein Dorf an die Ostseeküste gezogen sind, andauernd von den Dorfbewohnern aufgrund ihrer Religion diskriminiert. Doch durch die Unwetterkatastrophen müssen alle im Dorf zusammenhalten.
Mir hat an diesem Buch sehr gut gefallen, dass man viel über die Religion der Sinti erfährt sowie über Respekt und Diskriminierung.
Es sind ernste Themen, aber durch die junge Protagonistin wird die Härte abgeschwächt und spannend vermittelt. Außerdem fand ich das Katastrophensetting super, da ich Naturkatastrohen total interessant und spannend finde :-)

Schreibstil
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Kascha geschrieben. Ich finde, sie ist schon relativ reif für ihr Alter, und konnte mich so gut in sie hineinversetzten.
Ich fand die Sprache ziemlich flüssig zu lesen, aber manchmal gab's aber ohne Vorwarnung Zeitsprünge und ich war verwundert, ob ich mich jetzt verlesen hatte oder nicht.
Die Ereignisse mit der Katastrophe sind toll beschrieben, ich konnte mich sofort in ihre Situation hineinversetzen.
Das Buch habe ich ziemlich schnell durchgelesen, da es relativ wenige Seiten hat und flüssig zu lesen war :-)

Charaktere
Kascha: Sie ist eine reife 11-jährige, die schon viel erlebt hat und sich nicht den Mund verbieten lässt. Mir hat sie sehr gefallen, auch wenn sie ihre Pessimität nur schwer ablegen kann.

Zippi: Die große Schwester von Kascha. Sie macht eine folgenschwere Entscheidung, von der zuerst nur Kascha weiß. Die Katastrophe verhindert diese Pläne aber, ich mochte sie nicht so sehr, da sie ihre Familie im Unklaren und somit im Stich lässt.

Allgemein hat mir nicht jeder Charakter gefallen, muss ja auch nicht so sein, doch manche, wie z. B. die Dorfbewohner, haben sich meiner Meinung nach sehr schnell geändert. Das fand ich etwas unrealistisch.

Fazit: Wegen des Themas der Sinti und der Katastrophe hat mir dieses Buch echt gut gefallen. Mir hat es Spaß gemacht, zu verfolgen wie die Menschen ohne Strom, Licht etc. in der (fast) heutigen Zeit im Schnee überleben. Manche Sachen sind mir zu unrealistisch, z. B. wie schnell die Diskriminierungen aufhören.
Also ein schöner, fesselnder Einzelroman, der eine Geschichte um eine weniger bekannte Volksgruppe erzählt.

4 von 5 Sternen

Eure Anna

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